Forschungsdaten
Was sind Forschungsdaten?
Forschungsdaten sind alle analogen oder digitalen Daten, die während eines Forschungsprozesses entstehen oder sein Ergebnis sind. Das können z. B. Messdaten, Texte, Objekte oder Proben sein.
Beim Forschungsdatenmanagement (FDM) geht es darum, Forschungsdaten über die gesamte Projektlaufzeit und darüber hinaus zu strukturieren, aufzubereiten, nachprüfbar und nachnutzbar zu machen.
Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie beispielsweise auf der Seite forschungsdaten.info und dem dazugehörigen Wiki forschungsdaten.org.
Beratung
Ansprechpersonen der Hochschulbibliothek
Astrid Schiemichen | Telefon: +49 341 3076-6477 | E-Mail senden
Annika Zweiböhmer | Telefon: +49 341 3076-4268 | E-Mail senden
FAIR-Prinzipien
Um möglichst gut mit Daten arbeiten zu können, sollten diese FAIR sein, das heißt
- findable = findbar
- accessible = zugänglich
- interoperable = interoperabel
- reusable = wiederverwendbar
Dies kann beispielweise über persistente Identifikatoren (PIDs), standardisierte Protokolle, kontrollierte Vokabulare und standardisierte Lizenzen erfolgen. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der GO-FAIR-Initiative.
Sind Forschungsinformationen auch Forschungsdaten?
Forschungsinformationen können selbst Gegenstand von Forschungsaktivitäten werden, dann können sie als Forschungsdaten angesehen werden. Allgemein sind Forschungsinformationen Daten, die Forschungsaktivitäten wie Projekte und Finanzen beschreiben und nicht die Ergebnisse eines Forschungsprojekts.
Ein Forschungsinformationssystem (FIS) betreibt die Hochschule noch nicht. Aktuelle Forschungsprojekte finden Sie auf der Webseite des Referats Forschung.
Datenmanagementplan
Am Anfang des sogenannten Datenlebenszyklus steht meist ein Datenmanagementplan (DMP). Dieser beschreibt, welche Daten voraussichtlich in dem Forschungsprojekt entstehen werden, wie sie aufbereitet und gespeichert werden und wer Zugriff auf sie haben soll. Der DMP kann im Projektverlauf immer wieder angepasst werden.
Zur Erstellung und Verwaltung von DMPs gibt es verschiedene Tools. Die sächsische Forschungsdatenmanagement-Initiative SaxFDM stellt eine Instanz des Tools RDMO bereit, die für alle mit einem institutionellen Login nutzbar ist: SaxFDM RDMO
Datenpublikation
Sofern die rechtlichen Voraussetzungen gegeben sind, können Forschungsdaten auf verschiedene Arten zugänglich gemacht werden:
- als Anhang zu einer Textpublikation
- als eigene Datenpublikation in einem Forschungsdatenrepositorium
- zusammen mit einem beschreibenden Text in einem Datenjournal
Durch die eigenständige Datenpublikation in einem Repositorium oder Journal wird der Datensatz selbst zitierfähig, die Nutzungsrechte für die Daten können individuell geregelt werden und die Langzeitarchivierung wird sichergestellt.
Eine Suchmaschine für Forschungsdatenrepositorien ist re3data.
Schulungsangebote
Einführung in das Forschungsdatenmanagement (Termine auf Anfrage):
Astrid Schiemichen | Telefon: +49 341 3076-6477 | E-Mail senden
Annika Zweiböhmer | Telefon: +49 341-3076 4268 | E-Mail senden
weitere Schulungsangebote, z. B. zu Datenmanagementplänen:
Kontakt zu SaxFDM